Der französische Markt für Haushaltsgeräte ist 2025 wertmäßig um 1,6 % geschrumpft und lag bei 30,3 Milliarden Euro, laut den von NielsenIQ und Xerfi zusammengestellten Daten, die vom Conseil National de l'Électroménager français (CNEF) kompiliert wurden. In diesem trüben Kontext gewinnt eine Alternative langsam an Bedeutung in den Konsumgewohnheiten: generalüberholte Haushaltsgeräte. Eine von OpinionWay für das aus Nantes stammende Start-up Underdog durchgeführte Umfrage zeigt jedoch ein Paradoxon: Wenn sich 41 % der Käufer bereit erklären, den Schritt zu wagen, haben ihn tatsächlich nur 1 % getan.
Ein Markt für Haushaltsgeräte mit zwei Tempi
Hinter dem allgemeinen Rückgang erzählen die Zahlen von 2025 eine kontrastreiche Geschichte. Das kleine Haushaltsgeräte-Segment (PEM) wächst um 2,7 %, getragen von stark steigenden Kategorien wie tragbaren Saug-Wisch-Geräten (+140 %), Eismaschinen und Joghurtbereiter (+90 %) oder Fensterputzrobotern (+77 %). Im Gegenzug geht das große Haushaltsgeräte-Segment (GEM) um 4,5 % zurück, da Haushalte den Kauf neuer Kühlschränke, Waschmaschinen oder Geschirrspüler aufschieben. Genau in diesem Segment der Großgeräte versucht sich das Generalüberholte einen Platz zu erobern.
Warum so wenige Franzosen den Schritt wagen
Die OpinionWay-Umfrage, durchgeführt unter 801 Personen, die im vergangenen Jahr ein Haushaltsgerät gekauft haben, beleuchtet dieses Paradoxon. Mehr als die Hälfte der Käufe (51 %) werden durch eine Panne ausgelöst, in dringenden Fällen: 31 % der Käufer fällen ihre Entscheidung in weniger als einer Woche, eine Frist, die als zu kurz angesehen wird, um das Angebot an generalüberholten Geräten zu prüfen. Potenzielle Käufer stellen außerdem konkrete Bedingungen, bevor sie sich überzeugen lassen: 79 % erwarten eine Garantie von mindestens 24 Monaten und 74 % hoffen auf einen Rabatt von mindestens 30 % gegenüber dem Neupreis.
- 51 % der Käufe werden durch eine Panne ausgelöst, in dringenden Fällen
- 79 % der potenziellen Käufer verlangen eine minimale Garantie von 24 Monaten
- 74 % erwarten eine Preissenkung von mindestens 30 % gegenüber Neuware
- 64 % nennen den Preis als erstes Argument zugunsten generalüberholter Geräte
Ein wichtiges ökologisches Argument
Abgesehen vom Preis beginnt die Umweltwirkung bei der Entscheidungsfindung ins Gewicht zu fallen: 32 % der Käufer, die dem Generalüberholten gegenüber offen sind, nennen dies als Motivation. Laut den von Underdog mitgeteilten Daten entspricht eine neue Waschmaschine etwa 300 kg CO2-Äquivalent in ihrem Herstellungszyklus, gegenüber 18 kg für ein generalüberholtes Modell, also nahezu 282 kg CO2, die pro Gerät vermieden werden. Ein Argument, das die auf Onlineverkauf und Handel spezialisierten Anbieter zunehmend in ihren Produktbeschreibungen hervorheben.
Wie man den Schritt sorgenfrei wagt
Für Haushalte, die das Experiment wagen wollen, begrenzen einige Maßnahmen böse Überraschungen: die angebotene Garantiezeit prüfen (ideal 12 bis 24 Monate), Plattformen bevorzugen, die jedes Gerät vor dem Wiederverkauf testen, und den angezeigten Preis mit dem Neupreis vergleichen, um sich eines deutlichen Preisnachlasses zu vergewissern. Den Kauf vorzuziehen, statt auf eine Panne zu warten, bleibt die beste Methode, um sich Zeit zum Vergleichen der Angebote zu nehmen — ein Prinzip, das auch für Reparatur und Wartung im Alltag gilt. Haushalte, die sensibel für Umweltaspekte sind, können sich zudem auf die Ressourcen zu Ökologie und Umwelt beziehen, um den CO2-Fußabdruck der verschiedenen Optionen zu vergleichen.
Häufige Fragen
Ist ein generalüberholtes Gerät ebenso zuverlässig wie ein neues?
Das hängt vom Aufbereiter ab: Seriöse Plattformen testen und überholen jedes Gerät vor dem Wiederverkauf und bieten eine Garantie an, die je nach Anbieter in der Regel zwischen 12 und 24 Monaten liegt.
Warum geht das Segment der großen Haushaltsgeräte stärker zurück als das der kleinen?
Käufe von großen Haushaltsgeräten (Kühlschränke, Waschmaschinen, Geschirrspüler) bedeuten höhere Ausgaben und werden von Haushalten leichter aufgeschoben, während kleine Haushaltsgeräte von häufigeren und weniger kostenintensiven Käufen profitieren.
Welche CO2-Einsparung ist bei einem generalüberholten Gerät zu erwarten?
Laut den von Underdog mitgeteilten Daten würde eine generalüberholte Waschmaschine rund 282 kg CO2 im Vergleich zu einem gleichwertigen neuen Gerät einsparen, hauptsächlich dank des Wegfalls der Herstellung eines neuen Geräts.
Quellen
Breizh-info (Umfrage OpinionWay / Underdog), Exaronews (Daten NielsenIQ / Xerfi / CNEF).
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