Ein neues Rindervirus in Milchviehbetrieben im Osten Frankreichs entdeckt

Ein neues Rindervirus beunruhigt die Milchbauern im Osten Frankreichs. Anfang August in etwa einem Dutzend Betriebe entdeckt, zirkuliert dieser dem Shamonda-Virus nahe stehende Erreger bereits in den benachbarten Ländern Deutschland und der Schweiz. Obwohl er derzeit nur begrenzte Symptome verursacht, veranlasst seine rasche Ausbreitung im Gebiet die Gesundheitsbehörden, die Überwachung zu verstärken.

Ein von Gnitzen übertragener Virus, dem Shamonda ähnlich

Laut einer Anfang August von der Plattform für epidemiologische Überwachung in der Tiergesundheit (ESA) verbreiteten Informationsnotiz gehört der identifizierte Erreger zur Familie der Orthobunyavirus, dem Shamonda-Virus sehr nahe. Wie die Blauzungenkrankheit (fièvre catarrhale ovine) oder die Schmallenberg-Krankheit wird er durch den Stich von Gnitzen (Culicoides) übertragen und nicht durch einfachen Kontakt von Rind zu Rind.

Der Virus wurde zunächst bei Milchkühen in mehreren Départements im Osten nachgewiesen: Doubs, Jura, Ain, Haute-Savoie und Savoie. Ähnliche Fälle wurden zeitgleich im Süden Deutschlands und in der Schweiz gemeldet, was auf eine grenzüberschreitende Verbreitung des übertragenden Gnitzenvektors hindeutet statt auf einen isolierten Herd.

Diskrete Symptome, aber schnelle Ausbreitung

In den betroffenen Beständen beobachten die Tierärzte vor allem einen vorübergehenden akuten Durchfall, eine kurz anhaltende Fieberphase, eine allgemeine Abgeschlagenheit der Tiere und bei den Milchkühen einen vorübergehenden Rückgang der Milchleistung. Diese Anzeichen bleiben in den allermeisten Fällen vorübergehend und ungefährlich für das Tier.

Was die Veterinärdienste beunruhigt, ist nicht die Schwere der Symptome, die als gering eingeschätzt wird, sondern die Geschwindigkeit, mit der das Syndrom sich seit dem ersten Nachweis von Betrieb zu Betrieb ausbreitet. Das rechtfertigt eine verstärkte Überwachung eher als eine Notfallmaßnahme.

  • Übertragung durch Gnitzen (Culicoides), kein direkter Kontakt zwischen Rindern
  • Erste Ausbrüche in Doubs, Jura, Ain, Haute-Savoie und Savoie
  • Hauptsymptome : Durchfall, kurzzeitiges Fieber, Rückgang der Milchleistung
  • Auswirkung derzeit als gering eingeschätzt in den betroffenen Beständen
  • Ähnliche Fälle in Deutschland und der Schweiz beobachtet

Welche Folgen für die Landwirte und die Verbraucher?

Für die Landwirte ist die hauptsächliche dokumentierte Folge wirtschaftlicher Natur: ein vorübergehender Rückgang der Milchanlieferungen in den betroffenen Höfen, solange sich die Tiere erholen. Die lokalen Tierseuchenschutzverbände empfehlen eine verstärkte klinische Überwachung des Bestandes und eine schnelle Meldung jeglicher ungewöhnlicher Symptome an den behandelnden Tierarzt, um die Kartierung des Fortschreitens des Virus zu verfeinern.

Bisher haben die Gesundheitsbehörden keine Beschränkungen für den Verkauf von Milch oder Fleisch aus den betroffenen Betrieben erlassen. Die Akte wird jedoch weiterhin aufmerksam verfolgt, ähnlich wie frühere Episoden von Orthobunyaviren in den letzten Jahren in Europa, deren Auswirkungen insgesamt begrenzt blieben, nachdem der Höhepunkt der Vektoraktivität vorüber war.

Häufig gestellte Fragen

Ist dieses neue Rindervirus für den Menschen gefährlich ?

Orthobunyaviren dieses Typs betreffen das Vieh und werden durch Gnitzen übertragen ; bislang gibt es keine offiziellen Daten, die eine Übertragung auf den Menschen in diesem Ausbruch belegen.

Wie wird dieses Virus zwischen den Betrieben übertragen ?

Die Übertragung erfolgt durch den Stich von Gnitzen der Gattung Culicoides, derselbe Vektortyp wie bei der Blauzungenkrankheit, und nicht durch direkten Kontakt zwischen den Tieren.

Was sollten die Landwirte bei diesen Symptomen tun ?

Es wird empfohlen, den Bestand zu überwachen (Durchfall, Fieber, Milchrückgang) und jegliche ungewöhnliche Zeichen schnell einem Tierarzt oder dem örtlichen Tierseuchenschutzverband zu melden.

Quellen

Um praktische Nachrichten aus dem ländlichen Raum zu verfolgen, finden Sie unsere Artikel in der Rubrik Agriculture, Elevage, Chasse & Pêche. Zur Überwachung und Vorbeugung im Gesundheitsbereich bietet die Rubrik Santé & Médecine ebenfalls nützliche Orientierungspunkte, ebenso wie unsere Rubrik Technologie & Science für Fragen der epidemiologischen Überwachung.

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