RAM-Knappheit : warum Ihre nächsten Technik-Käufe teurer werden

Der Kauf eines Computers, Smartphones oder einer Konsole wird in den kommenden Monaten teurer werden. Ursache : eine weltweite Speicherknappheit (DRAM und NAND), die sich seit Anfang 2026 verschärft und die mehrere Analysten nicht vor 2028, möglicherweise erst 2029, für eine Rückkehr zu normalen Preisen erwarten.

Bereits spektakuläre Preiserhöhungen

Den Analysten von Jefferies Equity Research zufolge ist der Preis für DRAM-Speicher seit Anfang 2026 bereits um mehr als 50 % gestiegen. Die Tendenz dürfte so schnell nicht umkehren : dasselbe Institut erwartet im dritten Quartal nochmals einen Anstieg von 40 bis 50 %, gefolgt von weiteren 30 bis 40 % im vierten Quartal. Bei NAND-Chips, die unter anderem in SSDs verwendet werden, dürften die Verträge im selben Zeitraum ebenfalls um 10 bis 15 % steigen.

Diese Erhöhungen betreffen unmittelbar die Endverbraucher : jedes elektronische Bauteil mit eingebettetem Speicher — Laptops, Smartphones, Spielkonsolen, vernetzte Geräte — legt einen Teil dieser Mehrkosten automatisch auf den Endverkaufspreis um.

Warum die Knappheit bis 2028 andauern wird

Die Hauptursache dieser Krise : die Rechenzentren für künstliche Intelligenz nehmen einen wachsenden Anteil der weltweiten DRAM-Produktion in Anspruch, während die Hersteller einen Teil ihrer Fabriken auf HBM-Speicher umstellen, der speziell für KI-Chips entwickelt wurde, zulasten des klassischen Speichers für den Endverbrauchermarkt.

Die drei weltweit führenden Hersteller, Samsung, SK Hynix und Micron, investieren zwar in neue Produktionskapazitäten, doch solche Projekte benötigen Zeit. Die neue Giga-Fabrik von Micron, deren Bau am 8. Juli 2026 mit einem Budget von 9,3 Milliarden Dollar begonnen hat, dürfte ihre Produktion erst im dritten Quartal 2028 aufnehmen. Der Standort M15X von SK Hynix zielt auf eine erste Nutzung Mitte 2027, während der Megastandort P5 von Samsung voraussichtlich erst Ende 2028 in Massenproduktion gehen wird. Laut den Analysten von UBS sollte der weltweite DRAM-Markt mindestens bis zum zweiten Quartal 2028 unterversorgt bleiben.

Was das konkret für Verbraucher ändert

Konkreter: Es ist ratsam, Einkäufe vorzuziehen, wenn in den nächsten Monaten ein Geräteaustausch geplant ist : Laptop, SSD-Laufwerk oder sogar bestimmte High-End-Smartphone-Modelle dürften eher schrittweise teurer werden, anstatt wie üblich im Bereich der Unterhaltungselektronik zu fallen.

  • Die Preise für PCs und Computerkomponenten dürften bis 2027–2028 weiter steigen
  • SSD und USB-Sticks mit hoher Kapazität sind besonders betroffen
  • Konsolen und vernetzte Geräte mit integriertem Speicher bleiben nicht verschont
  • Ein Rückkehr zu stabilen Preisen wird nicht vor 2028, eher 2029 erwartet

Weitere Analysen finden Sie in unseren Rubriken Geek & Multimedia, High Tech, KI & Software und E-commerce, Shopping & Boutique.

Häufig gestellte Fragen

Warum wird RAM 2026 teurer?

Die explosive Nachfrage der Rechenzentren für künstliche Intelligenz absorbiert einen wachsenden Anteil der weltweiten Speicherproduktion, während die Hersteller einen Teil ihrer Fabriken auf HBM-Speicher für KI-Chips umstellen, wodurch das für den Endverbraucher verfügbare Angebot sinkt.

Wann werden die Speicherpreise wieder normal?

Laut den Analysten von UBS sollte der DRAM-Markt mindestens bis zum zweiten Quartal 2028 unterversorgt bleiben, ein wirklich stabiler Preisrückgang wird eher für 2028–2029 erwartet.

Welche Alltagsprodukte sind von dieser Knappheit betroffen?

Alle Geräte, die RAM oder NAND-Speicher enthalten, sind betroffen : Laptops und Desktop-PCs, SSDs, Smartphones, Spielkonsolen sowie Teile der vernetzten Geräte.

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Jeanne Talleau
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