Smartphone-Benachrichtigungen: Eine Studie enthüllt ihren tatsächlichen Einfluss auf die Konzentration

Reicht eine einfache Smartphone-Benachrichtigung aus, um unsere Aufmerksamkeit abzuziehen, selbst wenn wir den Bildschirm nicht ansehen? Das ist die Frage, die eine neue Studie der kognitiven Psychologie stellt, veröffentlicht in der Zeitschrift Computers in Human Behavior, die genaue, quantifizierte Ergebnisse darüber liefert, was diese Mikro-Unterbrechungen tatsächlich mit unserer Konzentration anstellen.

Ein Experiment rund um den Stroop-Test

Durchgeführt von einem Team des Instituts für Psychologie der Universität Lausanne umfasste die Studie 180 Teilnehmende, aufgeteilt in drei Gruppen zu je 60 Personen. Jede(r) musste einen Stroop-Test absolvieren, eine klassische Übung der kognitiven Psychologie, bei der die Farbe eines Wortes genannt werden soll, während seine Bedeutung ignoriert wird – ein Protokoll, das besonders empfindlich gegenüber Aufmerksamkeitseinbußen ist. Während der Aufgabe spielten die Forschenden verschiedene Arten von Benachrichtigungen ab: persönliche Alerts, neutrale Benachrichtigungen (« dummy ») und unscharfe visuelle Signale, während sie die Augenreaktionen der Teilnehmenden verfolgten.

Sieben Sekunden kognitiver Verlangsamung

Ergebnis: Eine einzelne Benachrichtigung reicht aus, die kognitive Verarbeitung für etwa sieben Sekunden zu verlangsamen, selbst wenn die teilnehmende Person ihr Telefon nicht berührt. Der Effekt ist ausgeprägter, wenn die Meldung von einem persönlichen Kontakt stammt als von einer neutralen Quelle, was bestätigt, dass das Gehirn ebenso auf die emotionale Ladung des Signals reagiert wie auf dessen bloße Anwesenheit. Die Studienteilnehmenden erhielten im Durchschnitt mehr als 100 Benachrichtigungen pro Tag.

Die Häufigkeit der Alerts ist entscheidender als die Bildschirmzeit

Kernpunkt der Forschung: Es ist weniger die insgesamt vor dem Bildschirm verbrachte Zeit, die den Konzentrationsrückgang vorhersagt, als vielmehr die Anzahl und Häufigkeit der Unterbrechungen, die im Tagesverlauf auftreten. Ein Nutzer, der wenige Benachrichtigungen erhält, selbst wenn er viel Zeit am Stück am Telefon verbringt, wäre demnach weniger benachteiligt als eine Person, die häufigen und fragmentierten Alerts ausgesetzt ist, auch wenn diese nur von kurzer Dauer sind.

Konkrete Implikationen für Arbeit und Studium

  • Nicht notwendige Benachrichtigungen während Phasen konzentrierter Arbeit deaktivieren, statt sie sich ansammeln zu lassen.
  • Die Nachrichtenüberprüfung auf feste Zeitfenster bündeln, statt auf jede Benachrichtigung zu reagieren.
  • Persönliche, stärker störende Benachrichtigungen von automatischen Benachrichtigungen unterscheiden, die man risikolos verschieben kann.
  • Den lautlosen Modus oder « Nicht stören » bei Aufgaben bevorzugen, die anhaltende Aufmerksamkeit erfordern, wie Lesen oder Problemlösen.

Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit den wachsenden Bedenken hinsichtlich der digitalen Nutzung, einem Thema, das in unserer Rubrik Geek & Multimédia genau verfolgt wird. Sie interessieren auch direkt die Berufs- und Bildungswelt, in der die Steuerung der Aufmerksamkeit zu einem eigenen Thema wird, wie unsere Artikel über l'école, la formation et l'emploi zeigen. Weiter gefasst berührt die Frage des Wohlbefindens im Umgang mit Bildschirmen die Problematiken, die in unserer Rubrik Forme & Bien-être behandelt werden.

Häufige Fragen

Sollte man alle Benachrichtigungen deaktivieren, um sich zu konzentrieren ?

Die Studie empfiehlt keine vollständige Abschaltung, betont aber den Nutzen, die Häufigkeit der empfangenen Alerts zu reduzieren, insbesondere außerhalb der für Kommunikation vorgesehenen Zeiten.

Ist die auf dem Bildschirm verbrachte Zeit unwichtig ?

Sie bleibt relevant, doch die Forschenden zeigen, dass die Anzahl punktueller Unterbrechungen stärker auf die Aufmerksamkeitsfähigkeit einwirkt als die Gesamtdauer der Handynutzung.

Warum stören persönliche Benachrichtigungen stärker als andere ?

Weil sie eine stärkere emotionale und soziale Ladung aktivieren als neutrale Alerts, wodurch die aufmerksamkeitsbezogenen Ressourcen des Gehirns stärker beansprucht werden, wenn auch nur kurz.

Quellen

PsyPost — Neue psychologische Forschung zeigt die kognitiven Kosten von Smartphone-Benachrichtigungen
Menow.fr — Smartphone : Eine Benachrichtigung reicht aus, um die Aufmerksamkeit für sieben Sekunden zu stören
ScienceDirect — Computers in Human Behavior

Profil de l'auteur

Jeanne Talleau
Jeanne Talleau
0 / 5

Your page rank:

Cet article a été rédigé avec l’aide d’une intelligence artificielle. Politique éditoriale

Plus d'articles

Derniers Articles

Le site de parrainage à la mode !