KI-generierte Inhalte : was Google wirklich bestraft (und was es zulässt)

Seit zwei Jahren kursiert unter Website-Betreibern ein hartnäckiges Gerücht : Google würde systematisch Texte bestrafen, die mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz geschrieben wurden. Die Realität ist nuancierter. Der KI-generierte Inhalt ist von der Suchmaschine nicht verboten : Was Google bestraft, sind massenhaft produzierte Seiten, ohne Korrekturlesung und ohne Mehrwert für den Leser. Eine wesentliche Unterscheidung für alle, die eine Website, einen Online-Shop oder einen Blog betreiben, und die man besser verstehen sollte, bevor man seine gesamte redaktionelle Strategie überarbeitet.

Was die offiziellen Regeln von Google tatsächlich besagen

Die Haltung der Suchmaschine ist seit Februar 2023 in ihrem Blog Search Central öffentlich : die Nutzung von Automatisierung, einschließlich künstlicher Intelligenz, « mit dem Hauptzweck, das Ranking in den Suchergebnissen zu manipulieren » fällt unter Spam. Im Gegensatz dazu bleibt ein nützlicher, origineller und verlässlicher Text vollkommen zulässig, unabhängig davon, wie er erstellt wurde. Google gibt an, die Qualität des Inhalts zu belohnen, nicht die Methode, mit der er geschrieben wurde.

Konkret werden die Seiten durch das sogenannte E-E-A-T-Prisma bewertet : Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Ein signierter, dokumentierter Artikel, der überprüfbare Informationen liefert, erfüllt diese Kriterien — unabhängig davon, ob ein KI-Tool als Entwurf gedient hat oder nicht. Ein Thema, das wir in unserer Rubrik High Tech, KI & Software genau verfolgen.

« Missbrauch von Inhalten in großem Maßstab » : die rote Linie

Die eigentliche Verschärfung datiert von März 2024, als Google in seine Anti-Spam-Regeln den Begriff scaled content abuse aufnahm, also Missbrauch von Inhalten in großem Maßstab. Ziel sind zahlreiche, nicht originelle Seiten, die vor allem geschaffen wurden, um Traffic zu generieren, und zwar « ganz gleich, auf welche Weise sie produziert wurden » : automatische Erstellung, menschliche Redakteure oder eine Kombination aus beidem. Die Regel richtet sich daher nicht gegen die KI an sich, sondern gegen die industrielle Produktion uninteressanter Texte.

Nach demselben Prinzip werden die Qualitätsbewerter, die Google bei der Feinabstimmung seiner Algorithmen unterstützen, nun darin geschult, in Serie produzierte Inhalte ohne Aufwand und Originalität zu erkennen und ihnen die niedrigste Note auf ihrer Skala zuzuweisen.

Warum die « 100 % KI »-Seiten eingebrochen sind

Die aufeinanderfolgenden Algorithmus-Updates, insbesondere diejenigen, die sich dem « nützlicher Inhalt » widmen, haben Websites, die große Mengen automatisierter, nicht überarbeiteter Texte veröffentlichten, hart getroffen. Die Fachpresse, die Mitte Juli erneut zu dem Thema Stellung nahm, kommt zu derselben Einschätzung : Es sind das Fehlen von Korrekturlesen, sauberen Daten und echter Expertise, die die Sichtbarkeit sinken lassen, nicht das verwendete Werkzeug. Mehrere Studien schätzen außerdem, dass ein erheblicher Anteil — nach einigen Analysen nahe der Hälfte — der online veröffentlichten Inhalte heute mit Hilfe von KI erstellt wird, insbesondere bei volumenstarken Verlegern. Die Herausforderung geht damit weit über SEO hinaus und betrifft die gesamte Kommunikation und das Marketing der Marken.

Gute Reflexe vor der Veröffentlichung

  • Korrektur lesen und korrigieren jeden Text : Zahlen, Namen, Daten, Aussagen.
  • Einen Mehrwert bieten : proprietäre Daten, konkrete Beispiele, Erfahrungsberichte.
  • Artikel unterschreiben und die Präsentation der Autoren sorgfältig gestalten.
  • Massenproduktion zu Themen vermeiden, die man nicht beherrscht.
  • Verifizierbare und aktuelle Quellen zitieren.

Für Unternehmen, die ihren Inhalt auslagern, werden diese Kriterien auch zu einem Auswahlraster für Dienstleister, wie die Entwicklungen im Bereich B2B und Beratung zeigen.

Häufige Fragen

Kann Google einen von einer KI geschriebenen Text erkennen ?

Google kündigt keinen « KI-Detektor » an : es bewertet die Qualität, Originalität und Nützlichkeit der Seiten. Seine Qualitätsbewerter sind jedoch darin geschult, in Serie produzierte Inhalte ohne Mehrwert zu identifizieren, die oft für eine unüberwachte automatische Generierung charakteristisch sind.

Muss man angeben, dass ein Artikel mit einer KI verfasst wurde ?

Die Regeln von Google schreiben keinen obligatorischen Hinweis vor. Transparenz wird allerdings empfohlen, wenn sie für den Leser relevant ist, und das Hinzufügen einer Signatur und einer Autorenbiografie bleibt ein geschätztes Signal für Vertrauenswürdigkeit.

Kann eine Website wegen KI-Inhalten ihren Traffic verlieren ?

Ja, wenn sie massenhaft Texte ohne Korrekturlesung und ohne Mehrwert veröffentlicht : sie setzt sich damit einer algorithmischen Herabstufung aus, ja sogar einer manuellen Maßnahme wegen Spam. Ein vernünftiger Einsatz von KI, mit menschlicher Überprüfung und echtem Mehrwert, zieht hingegen keine spezifische Sanktion nach sich.

Quellen

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Jeanne Talleau
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